


Rinderställe
Die Konzepte hinter unseren Rinderställen resultieren aus jahrelanger Erfahrung und berücksichtigen tiergerechte Haltung sowie die mindestens genauso wichtigen arbeitswirtschaftlichen Zusammenhänge.
Unsere umfangreiche Beratung zeigt ihnen die Vor- und Nachteile der jeweiligen Haltungssysteme auf und hilft Ihnen so die richtige Entscheidung zu treffen.
Liegeboxen Laufstall
In einem Liegeboxenlaufstall können sich die Kühe frei bewegen und somit ihre Aktivitäts- und Ruhephasen selbst bestimmen. Wie alle Laufställe kann auch der Boxenlaufstall in Fressbereiche, Laufflächen, Liegebereiche sowie ein Melkstand bzw. Melkroboter unterteilt werden. Beim Liegebereich im Boxenlaufstall werden grundsätzlich zwei Boxentypen unterschiedenen: Hoch- und Tiefboxen. Hochboxen liegen über dem Niveau des Laufganges und sind mit speziellen Gummimatratzen ausgelegt, um einen ausreichenden Kuhkomfort zu gewährleisten. Das Niveau der Tiefboxen liegt unterhalb des Laufgangs. Die Streuschwelle im hinteren Bereich der Box verhindert das direkte Einfließen der Exkremente in die Liegebox. Als Matratze dient meist eine Mischung aus Stroh und Mist, die jedoch regelmäßige Pflege erfordert. Die Entmistung der Laufgänge erfolgt meist mittels eines Schiebers oder über Spaltenboden. Abtrennungen zwischen den einzelnen Boxen bewirken ein platzsparendes und verletzungsminimiertes Abliegen und Aufstehen.
Tiefstreustall
Bei Tiefstreuställen handelt es sich um Ein- oder Zweiraumlaufställe, die mehrmals wöchentlich mit Stroh eingestreut werden. Die Entmistung erfolgt 2- bis 4-mal jährlich mittels Front- oder Radlader. Bei einer Fressplatzbreite von 72 cm pro Kuh ergibt sich daraus bei paralleler Anordnung eine Tiefe des Liegebereichs von mindestens 6,5 m. Der Futtertisch liegt ca. 80 bis 100 cm höher als der Liegebereich. Verbunden sind die beiden Bereiche über mehrere Treppenstufen oder über eine Schräge.
Diese Stallform wird bevorzugt bei der Mutterkuhhaltung und in Mastbetrieben eingesetzt.
Ihre Vorteile liegen eindeutig bei den geringen Baukosten - jedoch müssen die höheren Kosten des laufenden Betriebs mitkalkuliert werden. Zu beachten ist, dass bei ungenügender Lüftung des Stalls Schadgase aus der Tiefstreumatratze entweichen können, die für Tiere und Menschen schädlich sind.
Tretmiststall
Tretmistställe verfügen über eine schräg eingestreute Liegefläche mit bis zu 10% Gefälle. Dieses bewirkt, dass bei jedem Auftreten die Mistmatratze ein Stück weiter nach unten getreten wird. Eingestreut wird täglich im oberen Bereich der Liegefläche. Die Verrottung der Mistmatratze hat positive als auch negative Effekte. Als schlecht ist die Schadgasentwicklung im Sommer zu bewerten, gut hingegen ist die sehr gute Wärmedämmung im Winter.
Der Liegekomfort der Tiere ist sicherlich sehr gut. Jedoch dürfen der große Arbeitsaufwand sowie die Kosten für Einstreu nicht vernachlässigt werden.
Mehrhäusige Ställe
Als mehrhäusige Ställe werden Bauten bezeichnet, bei denen die einzelnen Funktionsbereiche in verschiedenen Gebäuden untergebracht sind. In diesen Stalltyp kommen soviel Licht, Sonne und vor allem Frischluft, wie in keinen anderen Stall. Er zeichnet sich durch eine niedrige Bauweise der einzelnen Gebäude und den Freiräumen zwischen den einzelnen Dachabschlüssen aus. Durch diese Freiräume ist es den Tieren auch selbst überlassen, in wie weit sie sich den Umwelteinflüssen wie Regen oder Sonne aussetzen wollen.






